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Alarmübung am 14. Oktober im Kreis Steinfurt

Erstmals werden in einer Woche, am 14. Oktober (Samstag), um Punkt 11 Uhr eine Minute in fast allen Städten und Gemeinden im Kreis Steinfurt die Sirenen heulen. Ausgenommen sind die Städte Ibbenbüren, Rheine, Greven und Emsdetten.

Die nahezu flächendeckende Alarmübung dient einerseits dazu, die Technik und Reichweite des Warnsystems zu überprüfen. Noch wichtiger ist, das hat Dr. Martin Sommer, Ordnungsdezernent des Kreises Steinfurt, am Freitag im Verlauf eines Pressegesprächs deutlich gemacht, dass die Bevölkerung die Signale versteht und richtig zu deuten weiß. Viele, insbesondere jüngere Menschen, so erklärte Sommer gemeinsam mit Dieter Krawietz, Chef der Kreisleitstelle in Rheine, sowie Martin Heuing, Leiter des Kreisordnungsamtes, kennen den auf- und abschwellenden Ton nicht mehr.

Was der älteren Generation noch aus Kriegszeiten als Fliegeralarm in schrecklicher Erinnerung ist, fordert heute bei größeren Gefahrenlagen dazu auf, das Radio einzuschalten und sich über den Lokalsender RST über aktuelle Lagen informieren zu lassen. „Wir wollen niemandem Angst machen oder einen Schrecken versetzen. Jeder soll und muss wissen, wenn die Sirene heult, erhalte ich wichtige Informationen“, macht Sommer klar.

Unerreichte Signalwirkung

Trotz aller moderner Kommunikationsmöglichkeiten gilt die Signalwirkung der Sirenen immer noch als unerreicht. Aus diesem Grund habe das Land dem Thema in den vergangenen Jahren wieder deutlich mehr Bedeutung als in den Jahrzehnten zuvor beigemessen. 2014 seien bereits 10 Mio. €  in die Modernisierung der Systeme in NRW investiert worden. Die gleiche Summe sei noch einmal in diesem Jahr in das Sirenennetz geflossen. Jeweils rund 370 000 €  hätten der Kreis und seine 24 Städte und Gemeinden, die für die Anlagen zuständig sind, erhalten. Sommer wies darauf hin, dass der Kreis seine Zuschüsse unter anderem in eine sichere Notstromversorgung von Radio RST investieren wird, damit der Sender auch im Notfall betriebsbereit bleibt.

Lücken per Facebook melden

85 stationäre und 40 mobile Sirenenanlagen gibt es mittlerweile im Kreis Steinfurt. Zwar nicht bis in die letzte Ecke, aber bestimmt einen Großteil der Region wird man mit dem Heulton abdecken, hoffen die Verantwortlichen auf die Mitwirkung der Bevölkerung an diesem Übungstag. Dort, wo am 14. Oktober um 11 Uhr im Kreisgebiet keine Sirenen heulen, sind die Menschen aufgerufen, entsprechende Meldungen über Facebook an den Kreis Steinfurt zu senden. So lassen sich im Nachgang Lücken füllen oder Störungen beheben.

Rheine, Ibbenbüren, Emsdetten und Greven sind in das Übungsszenario nicht eingebunden. Dort gibt es nur noch mobile Sirenenanlagen. Diese lassen sich, so erklärte Krawietz, bislang aber noch nicht zentral von der Kreisleitstelle in Rheine auslösen. Saerbeck hat das gleiche Problem, wird am 14. Oktober aber selber dafür sorgen, dass seine Sirenen wie in den weiteren 19 Kommunen im Kreisgebiet 60 Sekunden heulen.

Die Übung soll, so kündigte Sommer an, regelmäßig wiederholt werden.

Quelle: Westfälische Nachrichten

Download: Sirenenflyer