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Panoramafoto von Lotte mit einem 360 Grad Blick vom Wersener Marktplatz

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Brücke am Alt-Lotter Bahnhof symbolisch eröffnet

46 Jahre nach dem ersten Antrag in Düsseldorf war es am Sonntag endlich soweit: Die Brücke über die Bahngleise in Alt-Lotte wurde eröffnet – vorerst symbolisch. Das Brückenfest auf dem neuen Bauwerk zog trotz des wechselhaften Wetters mehrere 100 Besucher an.

Schnittig: Am frühen Sonntagachmittag eröffenten Ehrengäste symbolisch die Brücke, über die Alt-Lotte und Wersen nun ohne Wartezeiten am höhengleichen Bahnübergang verbunden sind. Foto: Ursula Holtgrewe

„Toll was hier schon los ist“, freute sich Lottes Wirtschaftsförderin Joana Watermeyer noch vor offiziellem Beginn um 11.30 Uhr. Nicht nur sie war nach dem Aufbau regennass nach Haus gefahren um sich umzuziehen. Deren und das Engagement von Chefsekretärin Britta de Man für die Organisation des Festes lobt Bürgermeister Rainer Lammers ausdrücklich. Nicht zu vergessen, die zahlreichen Anerkennungen für alle Lotter Bürger, die sich für das Brückenfest in Hinter- und Vordergrund eingebracht haben.

Besonderes Ereignis

„Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört. Das ist für die Gemeinde Lotte ein besonderes Ereignis“, betonte Lammers. Die rund sechsstündige Wartezeit täglich an heruntergelassenen Schranken gehöre der Vergangenheit an. „Fast 50 Jahre haben wir darauf gewartet. Es hat sich wirklich gelohnt“, resümierte er. Es regnete wieder, so dass die Brücke quasi mit Regen getauft wurde.

Dirk Griepenberg, von Straßen.NRW, erinnerte daran, dass der Brückenbau im Jahr 1993 in den Landesstraßenbedarfsplan übernommen wurde. 2013 war Baubeginn. „Es sind gut angelegte acht Millionen Euro. Wenn die Brücke dazu beiträgt, dass sich die Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen verbessern wird, ist viel erreicht“, betonte Griepenberg. Bund, Land und Bahn teilen sich die Kosten.

8 Millionen Euro

„Es ist ein tolles Ergebnis“, freute sich Tugce Sezgin, Projektleiterin der DB Netz in Hannover, mit. Weiterhin stellte sie den Rückbau des Bahnübergangs im Frühjahr 2018 in Aussicht. Der Steinfurter Landrat Dr. Klaus Effing beschrieb einen nun beseitigten Engpass.

Landtagsabgeordneter Henning Rehbaum nannte den 25. Juni 2017 einen „großen Tag für Lotte und Wersen“. Dass es bei der unumstrittenen Brücke 15 Jahre bis zur Fertigstellung gedauert habe, sei nicht nachzuvollziehen. Das müsse sich in NRW so schnell es geht ändern, forderte er. „Stau ist vergeudete Lebenszeit für uns Menschen. Diese Brücke ist ein Signal, dass es anders geht“, sagte Rehbaum.

Brücken sind besser als Grenzzäune


Der EU-Abgeordnete Dr. Markus Pieper auf seine Rede. „Brücken sind immer besser als Grenzen und Zäune“, versicherte er und betonte die tolle Entwicklung Lottes in vielen Bereichen. Es regnete nun heftiger.

Schrankenlos glücklich zu sein ist in Lotte nun ein ganz neues Lebensgefühl, stellte Lottes evangelischer Pastor Detlef Salomo heraus. Die Symbolik des Brückenbaus übertrug er unter anderem auf den Appell: „Lasst uns eine Brücke der Begegnung für Verständnis bauen.“ Denn Abgrenzen führe in den Abgrund. Pater Shaji George von der auch für Lotte zuständigen katholischen Gemeinde St. Margaretha sprach Segensworte.

Freudentränen von oben bei Brückeneröffnung


Nun stand – das Himmelsnass war just verschwunden – die symbolische Freigabe im Trockenen an. Redner und Ehrengäste zerschnitten das Band. Nun ging das Brückenfest, an dem sich zahlreiche Lotter Vereine und Institutionen beteiligten, weiter. Wer im Regen ausgeharrt hatte wurde belohnt, denn es blieb trocken. Herzlichen Applaus erhielt die Band aus Schülern und Ehemaligen des Osnabrücker Ratsgymnasiums, die Rope Skipper des SC Halen, der Alt-Lotter Posaunenchor und die Cheerleader der Sportfreunde Lotte.

Quelle: Neue-OZ